Der Star auf dem Teller ist heute eine orientalische Makluba.
Das Besondere an diesem vegetarischen Reisgericht offenbart sich erst ganz zum Schluss beim Servieren. Nach der Garzeit wird der Wok einfach gestürzt. Was eben noch unten war, liegt nun prachtvoll oben auf – eine goldgelbe, kunstvoll geschichtete Torte aus duftendem Reis und sanft karamellisierten Süßkartoffeln. Ein absoluter Augenschmaus, der ohne großen Aufwand in der Küche gelingt. Veggie-Küche in ihrer elegantesten Form.
Vegetarische Makluba mit Süßkartoffeln, Pistazien und Goji-Beeren
Safran ist das edelste aller Gewürze, doch die feinen Fäden sind kostbar. Damit das Aroma voll zur Geltung kommt und man besonders lange Freude daran hat, lässt sich der Safran hervorragend für die anspruchsvolle Vorratshaltung vorbereiten.Die Safranfäden werden zusammen mit etwas Kokosblütenzucker oder – für die rein herzhafte Küche – mit einer Prise grobem Meersalz in einen Mörser gegeben. Durch das sanfte Zerreiben mit dem Stößel verbinden sich die Aromen perfekt, während der Zucker oder das Salz die Struktur des Safrans sanft aufbricht. Sobald alles grob zermahlen ist, wird die edle Mischung zurück in ein verschließbares Gefäß gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Bei Bedarf steht so immer eine perfekt portionierbare Nuance Luxus parat.
- 1 Süßkartoffel, in feine, gleichmäßige Scheiben geschnitten
- 200 g Reis (z. B. feiner Basmati- oder Jasminreis)
- 2 TL Kokosöl
- 1 EL Mehl
- Safran (aus dem vorbereiteten Mörser-Vorratsglas)
- Goji-Beeren & gehackte Pistazien für das farbliche Finish
- Griechischer Joghurt als herrlich cremige, frische Komponente
Die Zubereitung: Schritt für Schritt zur Makluba
1. Die goldene Basis: Zuerst wird ein Esslöffel Mehl mit 5 Esslöffeln kaltem Wasser und einer großzügigen Messerspitze des Safran-Zuckers verrührt, bis eine glatte, gelbe Flüssigkeit entsteht.
2. Das Reis-Geheimnis: Der Reis gart nach Packungsanleitung. Sobald er fertig ist, wird eine Tasse des Reises entnommen, separat mit einer weiteren Messerspitze Safran vermengt, bis er intensiv gelb leuchtet, und anschließend wieder unter den restlichen weißen Reis gerührt. Das sorgt später für ein wunderschönes, lebendiges Farbspiel.
3. Das Schichten im Wok: Ein Teelöffel Kokosöl wird in einem kleinen Wok (oder einer tiefen, beschichteten Pfanne) erhitzt, um die dünnen Süßkartoffelscheiben dekorativ auf dem Pfannenboden zu verteilen. Die vorbereitete Mehl-Safran-Mischung gleichmäßig darüber gießen – sie sorgt beim späteren Stürzen für die perfekte Bindung und eine wunderbare Kruste. Nun folgt der Safranreis, der vorsichtig auf die Süßkartoffeln gefüllt wird.
4. Das Garen: Mit dem Stiel eines Holzkochlöffels werden ein paar Löcher in das Reisbett gestochen, damit der Dampf während des Garens perfekt zirkulieren kann.
Die Hitze wird nun auf die kleinste Stufe heruntergeregelt. Mit geschlossenem Deckel darf das Makluba für gut 40 Minuten sanft auf dem Herd ruhen, bis die Aromen wunderbar verschmelzen.
Das große Finale: Servieren mit Stil
Nach der Garzeit sollte der Wok einen kleinen Moment abkühlen, was dem Gericht zusätzliche Stabilität verleiht. Dann folgt der magische Moment: Eine schöne Servierplatte wird auf dem Wok platziert und das Makluba mit einer eleganten Bewegung umgestürzt.
Ein schönes Stück des gestürzten Reis-Kunstwerks wird auf dem Teller angerichtet und großzügig mit den warmen Goji-Beeren sowie den leuchtend grünen, gehackten Pistazien bestreut. Die Kombination aus dem warmen Gelb des Safrans, dem tiefen Rot der Beeren und dem edlen Grün der Pistazien ist optisch wie geschmacklich ein absolutes Gedicht.
Bis bald,
eure Andrea




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